Nach einem Full English Breakfast und Eggs Florentine ging es von Acomb erst einmal runter nach Hexham. Dort angekommen besichtigten wir die Abbey, eine Abteikirche, die ihren Ursprung im Jahre 674 hat. Es war sehr beindruckend, ein Teil der Bestuhlung im Chorraum für die Mönche stammt noch aus dem 15. Jahrhundert.

Nach einem sehr guten Kaffee in einem winzigen Café (Four Beaumont) radelten wir los in Richtung Vindolanda, dem größten römischen Fort am Wall. Es war sehr interessant das Museum und die Ausgrabungen zu besichtigen, absolut empfehlenswert. Wir stärkten uns im Café des Museums.

Beim Aufstieg auf die Räder mussten wir feststellen, das sich bei Joachim der Ring der das Kettenblatt hält, gelöst hatte. Joachim schraubte ihn von Hand wieder so fest es möglich war. Wir hielten alle drei bis fünf Kilometer und diesen Ring wieder anzuziehen. Nach ca. zehn Kilometer entdeckte Gregor eine offene Garage mit drei, vier Fahrrädern drin und einem älteren Herrn beim Schrauben. Wir hielten an und Joachim erklärte ihm sein Problem. Und tatsächlich konnte der Mann uns helfen, zusammen mit Joachim fixte er das Problem. So konnten wir die letzten 20 Kilometer ohne Probleme durchfahren. Die heutige Etappe war sehr hügelig, so dass am Ende nach 57,8 Kilometern 720 Höhenmeter zusammen kamen. Wir saßen dabei 3 Stunden und 32 Minuten auf dem Rad.

Unsere Unterkunft war klasse. Es ist das Abbey Farm House in Lanercost. Charlotte, unser host, war in ihrem früheren Leben Fotografin, das Haus hängt voll mit ihren schönen Bildern. Sie hatte auch gleich Strom für unsere Räder parat. Eigentlich hatten wir ein Abendessen in einem Pub in der nächsten Ortschaft gebucht, entschieden uns allerdings um, als wir hörten, dass es bei Charlotte auch Abendessen gibt. Das sparte uns ca. zehn weitere Kilometer auf dem Rad und brachte uns einen wunderschönen Abend. Abbey Farm House ist ein Bed’n Breakfast wie man es sich vorstellt. Einfach wunderbar.

Das Abendessen gab es an einem langen Tisch, alle 11 Hausgäste saßen gemeinsam an einem großen Tisch, 7 sieben Wanderer und wir vier Radler. Wir tauschten uns über die Sehenswürdigkeiten entlang des Walls aus und hatten auch so einen Riesenspaß. Wir endeten im Wohnzimmer auf ein letztes Getränk.

Beim Weg in unser Zimmer hatten wir noch einen nice Chat mit Charlotte, die gerade dabei war, sich die Bewertungen für ihr B&B anzuschauen. Wir erfuhren etwas über ihr früheres Leben und durften uns weitere Fotos anschauen. Geschlafen haben wir sehr gut.