Nach einem speziellen Frühstück, es gab nur eine kleine Auswahl, Cereals waren nicht aufgebaut, kein kleines Buffet mit Toast und Co., fuhren wir los in Richtung Süden.

Nach ca. 15 Minuten fuhren wir in Flimby am englischen Werk von New Balance vorbei. Mit einem Paar Schuhe (Gregor) und diversen Kleidungsstücken (Andrea, Pippa, Anja und Joachim) ging es weiter nach Workington. Dieses durchquerten wir zügig, der Ort ist auch nach dreißig Jahren nicht attraktiver geworden. Im nächsten Ort, Whitehaven, suchten wir uns ein Café an der Standpromenade und tranken unsere vier Flat Whites. Gregor besuchte den örtlichen Tesco und kaufte ein sechser Pack Crips und Shortbread für die weitere Versorgung.

Von Whitehaven aus ging es Richtung Sellafield. Dort angekommen führte der Radweg direkt am Zaun entlang um dann an einem Schild zu enden.

Das Schild verwies auf die örtliche Eisenbahn, der Bahnhof von Sellafield liegt genau am Ende des Radwegs, leider nimmt die regionale Bahngesellschaft nur zwei Fahrräder pro Zug mit. Joachim und ich entschlossen uns, es trotzdem zu wagen. Adventure Tours mit Joe and Greg. Erst gings es auf einem Teerweg weiter am Zaun entlang um nach einer absolut rostigen Stahlbrücke (ich hatte Angst, ob sie mich mit Rad und Gepäck trägt) im Rasen zu enden. Ein schmaler Trampelpfad führte unter die Brücke, um dort im Bachbett zu enden. Nach kurzer Beratung ging ich mit meinem Fahrrad unter der Brücke durch, nur um rauszufinden, dass ein Trampelpfad auf der anderen Seite in die Dünen führte. Joachim war mir in der Zwischenzeit gefolgt und fuhr ein Stück auf dem Trampelpfad entlang bis an eine Treppe. Am oberen Ende der Treppe fanden wir dann einen geteerten Weg vor. Auf dieser Ausgangsbasis holten wir die Frauen nach. Wir wuchteten die Fahrräder die 6 Stufen der Treppe hinauf und radelten fröhlich auf dem Weg weiter, nur um festzustellen, dass dieser nach ca. 100 Metern wieder in Sand überging. Zuerst war der Sand noch hart und befahrbar, dann wurde er tiefer und wir durften eine Runde schieben. Der Sand wurde wieder hart und weiter ging es. Jetzt kamen Steinplatten und Plastikgitter, welches den Sand zusammen hielt. Zum Schluss wechselte der Belag in festen Schotter. Nachdem wir knapp zwei Kilometer so zurückgelegt hatten, erreichten wir das Örtchen Seascale. Hier gönnten wir uns ein Eis und weitere Flat Whites und saßen eine ganze Weile in der Sonne. Heute hatten wir tatsächlich ab und an die Sonne am Himmel.

Die letzten fünf Kilometer verliefen ruhig an einer Landstraße entlang. Unsere heutige Übernachtung ist das Dale View Bed & Breakfast.

Das Dale View hat auch schon bessere Zeiten erlebt, Stracks Dusche hat keinen Wasserdruck und in unserer Dusche läuft das Wasser langsam ab, je nach dem ob die absaugende Pumpe gerade Lust und Zeit hat. Nachher sind wir mit einem Freund von Stracks verabredet, der uns einsammelt und mit uns zum Abendessen fährt.

Julian, so heißt er Freund, holte uns zusammen mit seiner Frau Hilary gegen viertel nach sieben ab. Mit zwei Fuhren brachte er uns in den Nachbarort ins Wild Olive, einem italienischen Restaurant. Von außen war es eher unscheinbar, innen war es wunderbar urig. Das Essen war sehr gut, die Begleitung noch viel besser. Hilary und Julian sind wunderbare Menschen, Julian ein lustiger Erzähler. Insgesamt ein weiterer wunderbarer Abend.